1. Tag Ankunft in Kathmandu



Der Service von Gulf Air ist gut. Aber mit der Pünktlichkeit habert es doch arg. Statt früh lande ich erst gegen Mittag in Kathmandu. Die Einreise gestaltet sich gerade dadurch, daß ich kein Visum habe sehr schnell und einfach. In dem ganzen Flieger sind nur wenige Personen ohne Visum. So ist der Schalter frei. Schnell den Zettel ausgefüllt, dreißig US $ bezahlt und ich bin im Land. Ach ja, man braucht auch ein Passbild. An der Wechselstube tausche ich noch Geld, dann stürze ich mich ins Gewühl. Vor dem Flughafen werde ich sofort von einer Meute Taxifahrer umringt. Ich warte ein Weilchen und sage dann 150 Rupies und es findet sich einer der mich ür diesen niedrigen Preis in die Stadt fährt. Da ich noch keine Unterkunft habe sage ich dem Fahrer er soll mich in ein Hotel bringen, das sauber ist und nicht mehr als 10 $ kostet. Und siehe, er findet ein Hotel welches exakt 10 $ kostet. Ich nehme an, daß er vom Hotel noch eine saftige Provision kassiert hat. Den Hotelmanager beauftrage ich, mir Permit und Busticket zu besorgen. Dazu gehen wir zu einer Agentur. Auf dem Rückweg verlaufe ich mich heillos. Eine Polizistin kann mir dann den Weg erklären. Da ich im Flieger nicht schlafen kann und müde bin gehe ich zeitig zu Bett.


Blick vom Hoteldach Richtung Affentempel

Blick vom Hoteldach nach Norden

2. Tag Kathmandu



Heute ist Besichtigung von Kathmandu angesagt. Am Vormittag laufe ich zum Durbar Square. Unterwegs ist es laut und dreckig. Der Durbar Square ist eine Ansammlung von Tempeln und sogar UNESCO Weltkulturerbe. Von Ausländern wird 200 Rupies Eintritt verlangt.


Straße in Thamel

König Mahendra

Rani Bad

Tempel des Mahakala

am Durbar Square

am Durbar Square

am Durbar Square

am Durbar Square

am Durbar Square

am Durbar Square

Nachdem ich mittags kurz in das Hotel zurück gekehrt war gehe ich zum Affentempel. Dieser Tempel ist wirklich sehenswert. Es gibt sogar wirklich Affen. Im Restaurant versucht mir dann ein völlig bekiffter Einheimischer die Vorzüge des hinduistischen und buddhistischen Glaubens zu erklären. Er vermischt dabei beide Religionen, was in Nepal gar nicht mal so selten ist. Ehe man sich den Zorn irgendeines Gottes zuzieht verehrt man am besten alle. Wie man sieht war es ein sehr unterhaltsamer Tag.


Eingang zum Tempelberg

Rhesusaffe

Gebetsmühlen

Affentempel

Stupas

Kathmandu von oben

3. Tag Kathmandu - Besi Sahar - Bhulbhule



Früh aufstehen. Sehr früh. Ein verschlafener Portier lässt mich durch den Nebeneingang heraus. Mit dem Taxi fahre ich zum Gangabo Busbahnhof. Dort fange ich erst mal an den Bus zu suchen. Ein freundlicher Einheimischer hilft mir schließlich. Während wir auf die Abfahrt warten lerne ich zwei Deutsche aus der Gegend von Augsburg kennen. Maria und Johannes. Endlich geht es mit lautem Gehupe los. Ich sitze ganz vorn in der Zugluft aber mit bester Aussicht und sehr unbequem. Wir halten noch mehrmals um möglichst viele Menschen in den Bus zu pressen. Unterwegs gibt es zwei Pausen. Wir brauchen für die nicht mal zweihundert Kilometer sieben Stunden. Besi Sahar ist ein lautes und dreckiges Straßendorf. Zusammen mit Maria und Johannes beschließen wir loszugehen. Vorher müssen wir uns noch registrieren. Wir laufen bis Bhulbhule wo wir Quartier beziehen. Nach einem reichlichen Abendbrot und einem Bierchen ins Bett.


Pause

Hier beginnt der Trek

Eingang zum Nationalpark

Everest Guesthouse

4.Tag Bhulbhule - Jagat



Am Morgen sind die Augsburger verschwunden. Man hätte sich ja wenigstens verabschieden können. Nach einem reichlichen Frühstück, tibetianisches Brot mit Käse und reichlich Kaffee, ziehe ich los. Der Weg geht immer das Tal entlang. Am Aufstieg zu einem Pass überhole ich die Augsburger. Johannes hat eine kurze Hose an, die selbst in Deutschland kaum von einer Unterhose zu unterscheiden wäre. Während sich die Männer betreten wegdrehen amüsieren sich die Frauen. Und er merkt das noch nicht mal. Oben auf dem Pass ist das Dorf Bahundanda. Dort befindet sich der erste Checkpost der Tour. Kurz nach dem Ort mache ich eine längere Pause. Dann geht es das Tal aufwärts und nach einem steilen Anstieg ist das Etappenziel Jagat erreicht.


Weg durchs Tal

Gegenverkehr

Buhundanda

Tal des Marsyandi River

Brückenbau

Der Trek geht weiter

5.Tag Jagat - Danakyu



Nachts ist ein fürchterliches Gewitter runtergekommen.Aber am morgen ist alles wieder gut. Am Aufstieg nach Tal habe ich die beiden Augsburger wieder überholt. Johannes trägt immer noch die furchtbaren kurzen Hosen. In Tal, das heist See, beginnt die Provinz Manang. Ansonsten geht es immer stur das Tal hoch. Dharapani war mir als Etappenziel zu kurz. Bagarchap sagte mir nicht zu, der Ort wurde mal durch einen Steinschlag verwüstet und sieht eigentlich immer noch so aus, so bin ich in Danakyu gelandet. Entgegen aller Werbung ist die Dusche eiskalt.


Hier beginnt die Provinz Manang

Tal

Eingang von Tal

Blick zurück

6.Tag Danakyu - Chame



Der Tag beginnt mit einem endlosen Anstieg. Dann sind endlich Berge zu sehen.Es ist ein gemütlicher Spaziergang bis Chame. Hier lerne ich eine Deutsche und einen Engländer kennen. Wir begegnen uns diesen Urlaub noch öfter, aber ich weis noch nicht mal ihre Namen. Gegen 14:00 Uhr fängt es an zu regnen und zu graupeln. Zum Glück wae die heutige Etappe sehr kurz. Bei mir macht sich die Erkältung von der Busfahrt bemerkbar. Ich krieche mit Schüttelfrost in den Schlafsack.


Lamjung Himal

Lamjung Himal

der Weg geht weiter

Kangaru Himal

Checkpost in Koto

Eingang Chame

7.Tag Chame - Upper Pisang



Am Morgen gibt es strahlenden Sonnenschein. Kurz nach dem Abmarsch begegne ich dem deutsch-englischen Paar wieder. Sie haben Paracetamol für mich. Durch verschneiten Kiefernwald, sieht fast so aus wie in Thüringen, dann ein langer Anstieg. Jetzt geht es wunderbar durchs Pisang Tal mit Blick auf Annapurna 2. Nachdem ich in Upper Pisang im Hotel eingecheckt habe besuche ich noch den Tempel. Es ist kalt windig und sonnig.Später fällt ins Hotel noch eine Gruppe lautstarker Israelis ein. Das Hotel ist jetzt ausgebucht und ich bekomme noch jemanden aufs Zimmer. Die Dusche besteht diesmal aus einem Eimer warmes Wasser und einem Schöpfbecher. Ist ok.


morgens

Sonnenschein

Ausgang Chame

Manistein

Aufstieg

Annapurna II

Annapurna II

durchs Pisangtal

Blick zurück ins Tal

traditionelle Brücke

Upper Pisang

Tempel Pisang

8.Tag Upper Pisang - Manang



Der Tag beginnt ganz ruhig. Ich gehe durch einen stillen Wald. Dann folgt ein langer Aufstieg nach Ghyaru.Oben ist es kalt und windig. Wenig später stapfe ich durch Schneetreiben. Eigentlich sollte man von hier oben eine Superaussicht haben. Die Sicht ist gleich null. In Bhraka treffe ich die ganze Meute aus Pisang nochmal. In Manang nehme ich das erste Hotel. Es ist ein Japaner mit Guide und Porter da. Bis zum Abend fällt ein halber Meter Schnee. Dann fängt es an zu tauen.


Upper Pisang

Maniwall

Pisangtal

Ghyaru

Sandsteinsäulen

Eingang Manang

9.Tag Manang



Es schneit. Bis zum Mittag dürfte die Höhe über einen Meter betragen. Am Nachmittag endlich ein Lichtblick. Es hört auf und die Sonne kommt raus. Um mir etwas Bewegung zu verschaffen gehe ich einmal hoch nach Manang Village und einmal runter nach Boja Gompa. Zwischendurch noch eine Schneeballschlacht gegen eine Horde Kinder. Unfair, erstens haben die Kinder viel bessere Kondition und zweitens werder ich auch von den Dächern attackiert. Morgen soll dann endlich der Aufstieg zum Pass beginnen.


Kaffeemühle

Manang Village

Manang

“Yeti”

Boja Gompa

Boja Gompa

10.Tag Manang - Ledar



Es schneit !!! Gegen 10:00 Uhr hört es langsam auf zu schneien. Gemeinsam mit dem Guide vom Japaner beschließe ich loszugehen. Der Japaner macht schon auf den ersten hundert Metern schlapp. Ich gehe allein weiter. Unterwegs lese ich Jessie aus Niederbayern auf. Er hat erst die Höhenkrankheit hinter sich und fühlt sich nicht ganz wohl. Sein Kumpel ist schon voraus. Es wird eine harte Tour bis Ledar. Der Weg ist total zugeweht. Teilweise sinke ich bis zur Hüfte ein. In Ledar sitzt eine vierköpfige deutsche Bergsteigertruppe aus Rosenheim. Sie wollen morgen zum High Camp.


Weg nach Ledar

Yak

Weg nach Ledar

Weg nach Ledar

Yak Kharka

Ledar

11.Tag Ledar - Thorung Phedi - High Camp



Strahlender Sonnenschein. Ich gehe mit Jessie los. Nach zehn Minuten treffen wir Guido, Jessies Kumpel mit zwei nepalesischen Jungs. Das ist so ein Typ der die Weisheit mit der Schöpfkelle gefressen hat. Es wird ein mühseliger Weg nach Thorung Phedi. Die Sonne hat den Schnee aufgeweicht und man bricht oft ein. Auch macht die Höhe das Atmen schwer. In Thorung Phedi ist der Weg zu Ende. Es gibt keine Spur nach oben. ich checke ein und hole erst mal eine Kanne Tee für Jessie und mich. Da startet die Gruppe Sherpas nach oben. Ich checke wieder aus und hänge mich dran. Oben im High Camp kommt gegen 17:00 Uhr eine Frau von oben. Sie sind morgens zu dritt zur Passüberschreitung gestartet, haben es aber nicht geschafft. Den Mann haben sie in zwei Schlafsäcken zurückgelassen. Der Träger kommt wenig später und geht weiter zum Base Camp um Hilfe zu organisieren. Die deutschen Bergsteiger diskutieren mit den Sherpas über eine Rettungsaktion. Aber vor dem nächsten Morgen kann man nichts machen. Es wird eine kalte Nacht.


morgens in Ledar

Blick zurück nach Ledar

Weg nach Thorung Phedi

Weg nach Thorung Phedi

Aufstieg zum High Camp

High Camp

12.Tag High Camp



Früh um fünf startet das Rettungsteam. Ich schlafe noch mal ein und wache gegen acht auf. Draußen stürmt es. Keine Chance jetzt loszugehen. Gegen 11:00 Uhr kommt die Nachricht daß der Mann gerettet ist. Er hat nur ein paar leichtere Erfrierungen an Fingern und Zehen. Später treffen auch Jessie und Guido ein. Guido muß wieder absteigen, da einer der Jungs an Höhenkrankheit leidet. Um mir etwas Bewegung zu verschaffen steige ich auf einen kleinen Berg beim Camp. Jede zu schnelle Bewegung lässt mich nach Luft schnappen. Zusammen mit Jessie will ich am nächsten Tag zm Pass starten.


High Camp

unten das Base Camp

13.Tag High Camp - Thorung La - Muktinath



Früh halb sechs aufstehen. Ich muß Jessie wecken. Wir starten an diesem Tag als letzte. Als erstes streikt meine Kamera. Ich muß die Akkus wechseln. So habe ich gleich erst mal kalte Finger. Meist geht Jessie voraus. Er ist heute in der Form seines Lebens. Es ist ein langer anstrengender Anstieg. Aber dann kommt endlich der Pass. Er wird gefeiert wie ein Gipfelsieg. Jetzt noch ein langer Agstieg nach Muktinath. Der Schnee ist aufgeweicht und streckenweise wird es zur Rutschpatie. In Muktinath gehen wir ins Hotel Bob Marley. Es ist urig eingerichtet. Die erste heiße Dusche nach Tagen tut gut.


High Camp am Morgen

Weg zum Pass

Weg zum Pass

Jessie am Teahouse

Aufstieg

Jessie und Ich

Teahouse am Pass

Thorung La

Abstieg nach Muktinath

Manaslu Massiv

Rutschpartie

Eingang Muktinath

das haben wir uns verdient

Dhaulagiri im Abendlicht

Zum zweiten Teil des Berichtes